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Das Mysterium Bourbon: Was ist der Unterschied zu Single Malt und Rye?

Bourbon ist seit jeher der Inbegriff für amerikanischen Whiskey und wird oft sogar als Synonym für ihn verwendet. Es gibt mit Corn oder Rye selbstverständlich noch andere Whisky-Sorten aus Amerika, jedoch erfreut sich keine von ihnen einer solch überaus bemerkenswerten Beliebtheit wie der Bourbon.

Für alle, die bei den zahlreichen Sorten von (Bourbon-) Whiskey die Orientierung verloren haben oder einfach nur Näheres über ihre Lieblingsspirituose erfahren möchten, bringen wir hier etwas Licht ins Dunkel:

Was macht Bourbon so besonders?

Bourbon ist eine Variante von Whiskey. Er stammt aus den USA und wird somit wie Whiskey aus Irland – nicht wie Whiskys aus anderen Regionen - mit e geschrieben. Damit der Bourbon wirklich ein Bourbon ist, muss seine Maische mindestens zu 51%, höchstens zu 80% aus Mais gewonnen werden. Dadurch gewinnt dieser Whiskey seine charakteristische Süße. Der restliche Rohstoff für die Maische stammt meist aus Roggen, Weizen oder Gerste. Der Mashbill (das Rezept für die Anteile der jeweiligen Getreidesorten) variiert von Brennerei zu Brennerei.

Bei der Herstellung darf das Volumenprozent höchstens bei 80% liegen, bei Beginn der Lagerung höchstens bei 62,5%. Reifen muss er nach dem Gesetz außerdem mindestens zwei Jahre lang in ungebrauchten, angekohlten (charred), amerikanischen Weiß-Eichenfässern. Nach dem Gesetz darf Bourbon übrigens lediglich in den USA produziert werden, für die Lagerung gilt das nicht. Oft darf zum Beispiel Rum oder Single Malt-Whisky in verschiedenen Fässern nachreifen und so ein breiteres Geschmacksspektrum erhalten. Dieses sogenannte Finishing ist bei Bourbon allerdings weder in den USA, noch sonst irgendwo erlaubt.

Er muss stets in neuen ausgebrannten Weißeichenfässern aufbewahrt werden. Fässer in denen zuvor Bourbon lagerte, werden häufig für die Lagerung oder das Finishing anderer Spirituosen wiederverwendet. Zum Beispiel für die nachträgliche Reifung von Rum oder anderen Whisky-Sorten (zum Beispiel Scotch Whisky aus Schottland). Diese Fässer beeinflussen zwar den späteren Geschmack der Spirituose und können ihm im Abgang Süße sowie leichte Vanillenoten verleihen, werden jedoch hauptsächlich deswegen benutzt weil es so viele Bourbon-Fässer gibt.

Bourbon lagert nämlich oft nur wenige Jahre. Natürlich gibt es Ausnahmen wie beispielsweise den Jim Beam Signature 12 Jahre oder den Elijah Craig 12 Jahre. Bei so lange gereiften Bourbon Whiskeys kann allerdings der Geschmack nach Vanille zu stark werden, weswegen sie sehr selten sind. Die Farbe wird durch die Lagerung in diesen angekohlten (‚getoasteten‘) Fässern von selbst goldfarben. Die Verwendung von färbenden Zusatzstoffen ist im Gegensatz zu Single Malts weder erlaubt noch nötig.

Bourbon ist nicht gleich Bourbon

Den Bourbon kann man in diverse Unterkategorien aufteilen. Besondere Arten zum Beispiel sind Tennessee- und Kentucky-Bourbon. Um diesen Namenszusatz zu erhalten, muss ein Bourbon-Whiskey direkt in dem jeweiligen Bundesstaat hergestellt werden. Das ist aber nicht schwer, denn bis auf eine (die A. Smith Bowman Destillerie) in Virginia liegen nahezu alle größeren Whiskey-Brennereien in diesen beiden Staaten. Etwas komplizierter ist der Durchlauf des Lincoln County Process, den der angehende Tennessee-Whiskey zusätzlich vorweisen muss. Dieser Prozess beschreibt eine Filtration durch Holzkohle-Pellets. Die meistverkaufte und wahrscheinlich auch bekannteste Tennessee-Whiskey-Marke ist Jack Daniels. Somit fällt der weltbekannte Jacky auch unter die Kategorie Bourbon. Einer der Top-Hersteller für Kentucky-Whiskey wäre Maker’s Mark. Der zumindest nach den Verkaufszahlen beliebteste Bourbon der Welt ist Jim Beam.

Eine weitere besondere Gruppe bilden die Kentucky-Straight-Bourbons. Um diese Bezeichnung auf dem Label tragen zu dürfen muss dieser Whiskey in Kentucky hergestellt und mindestens ein Jahr dort gereift sein. Für die Aufschrift „Straight Bourbon“ ohne Ortsname ist eine Reifezeit von mindestens zwei Jahren erforderlich. Es dürfen keine Zusatzstoffe verwendet werden. Normalerweise dürfen in den USA 2,5% des Volumens aus Zusatzstoffen bestehen.

Eine weniger bekannte Unterart ist der Bonded Bourbon oder auch Bottled-in-Bond-Bourbon. So wird ein Tropfen gekennzeichnet, der aus einer einzigen Brennerei sowie gleichzeitig aus einem einzigen Jahrgang stammt und mindestens vier Jahre in besonderen sogenannten „Bonded Warehouses“ (Zolllager/-speicher) gealtert ist. Er muss ohne Kältefiltration mit 100 Proof (50% Volumenprozent beim Abfüllen) abgefüllt werden. Für das Werben mit der Aufschrift Bottled-in-Bond, für einen Whiskey, der nicht alle Anforderungen vorweisen kann, können Strafen bis zu fünf Jahren Haft auferlegt werden. Geschummelt wird bei solchen Beschriftungen auf dem Label folglich wenig.

Wie es bei Rum oft der Fall ist, kann auch Bourbon geblendet werden. Hier unterscheidet man zwischen Blended Bourbon, bei dem verschiedene Bourbon- und Straight Bourbon-Whiskeys vermischt werden und Blended Straight Bourbon, bei dem ausschließlich Straight Bourbon-Whiskeys miteinander verschnitten werden.

Eine Einteilung, die gesetzlich zwar nicht vorgeschrieben ist, aber immer wieder auftaucht ist die Kategorisierung in Single Barrel und Small Batch Bourbon. Dabei beschreibt Single Barrel auf dem Label eine Spirituose deren Inhalt aus nur einem Fass stammt. Unter Small Batch versteht man Brände, die nur in begrenzter Auflage und kleinen Chargen hergestellt werden.

Manchmal wird auf Flaschen mit Sour Mash-Bourbon geworben. Was das ist? Bei diesem Bourbon wird schlicht und einfach ein Anteil, beziehungsweise die Stillage (ein Teil der Destillationsrückstände) der Maische von der vorherigen Charge verwendet. Dieses Verfahren verhindert eine Infektion mit Bakterien. Nachdem der Mischung Wasser zugesetzt wurde, ist die Maische weder chemisch sauer noch basisch und wirkt sich nicht negativ auf die Qualität aus. So kann der Hersteller gewährleisten, dass der Geschmack von Jahr zu Jahr ähnlich bleibt. Die Maische wird „saurer Brei“ oder „sour mash“ genannt. Bei diesen Whiskeys kann man sich darauf verlassen, dass sich der Geschmack mit der Zeit nicht wesentlich verändert.

Wie entstand der Bourbon?

Im 18. Jahrhundert brachten die Schotten und Iren das Whiskey-Handwerk nach Amerika. Schnell wurde klar, dass sich der amerikanische Boden nicht für den Anbau von Gerste nicht eignet. Das früher für die Whiskyproduktion verwendete Getreide konnte also nicht benutzt werden. Daraufhin nahm man Roggen für diesen Zweck her. Die Amerikaner wollten jedoch einen eigenen amerikanischen Whiskey und so beschlossen Sie statt Roggen ein Gewächs zu verarbeiten, das reichlich vorhanden war: Mais. Der Bourbon-Whiskey existiert offiziell als eigenständige Whiskey-Sorte erst seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Seit dem Jahr 1964 ist der Bourbon als Whiskey-Sorte aus den USA geschützt und darf - wenn er nicht dort gefertigt wurde - nirgendwo sonst als solcher verkauft werden.

Aber wie kam der Bourbon überhaupt zu seinem Namen?

Eine Theorie besagt, dass er nach einem französischen Adelsgeschlecht, den Bourbonen benannt worden ist. Da diese den Amerikanern im Unabhängigkeitskrieg zur Seite standen, wurde das Bourbon County nach ihnen benannt. Daher soll der leckere Whiskey gestammt haben und so zu seinem Namen gekommen sein. Allerdings gibt es noch eine zweite Theorie. Laut der soll der Whiskey seinen Namen von der Bourbon Street in New Orleans haben.

Bourbon Whiskey in Cocktails

Aufgrund seiner Süße macht sich Bourbon natürlich gleichermaßen großartig pur sowie in jeder Art von Cocktail. Zahlreiche bekannte Klassiker wie in etwa der Mint Julep, Old Fashioned, Boulevardier oder der Whiskey Sour verlangen förmlich nach ihm. Besonders im amerikanischen Raum wird der Genuss von Bourbon-Whiskey mit Cola als Longdrink zelebriert.

Der Bourbon Julep

Der Bourbon Julep oder auch MInt Julep kommt einfach nicht aus der Mode! Greifen Sie bei diesem Cocktail mit nur wenigen Zutaten auf hochwertige Whiskeys zurück, da der Bourben, den Sie verwenden, den Großteil des Geschmacks ausmachen wird. 

Zutaten: 

  • 6 cl Bourbon (zum Beispiel Bulleit Bourbon Whiskey)
  • 6 bis 8 Zweige frische Minze
  • Zuckersirup (Alternativ einen halben Esslöffel Zucker)
  • Mineralwasser zum Auffüllen

 

Geben Sie Minze und den Zucker(sirup) in einen Silberbecher und muddlen Sie solange bis die Minze ihre ätherischen Öle freigibt. Geben Sie zuerst den Bourbon, dann Crushed Ice in den Becher und rühren Sie so lange, bis der Metallbecher von außen beschlägt. Garnieren Sie Ihren Drink mit einem Minzzweig.

The Mother In Law Cocktail 

Wer einen komplexeren Bourbon-Cocktail mit einer Aromenvielfalt wünscht, die sich gewaschen hat, der sollte diesen Drink probieren.

Zutaten: 

  • 6 cl Bourbon Whiskey
  • 2 cl Maraschinolikör (zum Beispiel von Luxardo)
  • 2 cl Dry Curaçao
  • 2 cl Zuckersirup
  • 1 cl Picon Amer
  • 3 dashes Peychaud's Bitters
  • 2 dashes Angostura Bitters

 

Rühren Sie alle Zutaten in einem mit Eis gefüllten Gästeglas gut kalt (circa 15 bis 20 Sekunden sollten reichen). Seihen Sie den Drink dann in eine vorgekühlte Coupette ab und spritzen Sie ihn mit einer Orangenzeste ab. Nach Belieben können Sie den The Mother In Law dann mit der Orangenzeste garnieren. 

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