Der internationale Tag des Cachaça: was ist eigentlich Cachaça, woher kommt er und was ist der Unterschied zu Rum?

Am 13. September ist der internationale Tag des Cachaças – die perfekte Gelegenheit um die exotische Spirituose, die viele nur aus der Caipirinha kennen, etwas näher vorzustellen. Wir erklären euch, was Cachaça eigentlich ist, woher er stammt, worin die Unterschiede zu Rum und Rhum Agricole bestehen und warum gerade dieser Brand Perola so sehr am Herzen liegt.

Was ist Cachaça und wo kommt die Spirituose her?

Cachaça ist Brasiliens alkoholhaltiges Nationalgetränk: eine Spirituose, die dort aus Zuckerrohrsaft hergestellt wird. Wie bei so vielen Spirituosen ist auch der Begriff „Cachaça“ eine geschützte Herkunftsbezeichnung. Man darf also nur Cachaça auf das Label drucken, wenn der Zuckerrohrbrand auch wirklich in Brasilien produziert wurde und dabei die dort vorgegebenen Regularien zur Herstellung eingehalten worden sind. Das Gesetz schreibt zum Beispiel vor, das Cachaça mindestens 38 und maximal 48 Volumenprozent besitzen muss. Dabei kann mehrfach destilliert werden, solange der Alkoholgehalt zwischen diesen beiden Werten liegt. Beträgt er mehr als 48 Prozent, muss das Produkt mit der Bezeichnung Aguardente (was übersetzt so viel bedeutet wie „Feuerwasser“) gekennzeichnet werden. Oft reift Cachaça nach der Destillation auch noch in Fässern nach. Die Marke Magnífica verwendet für diesen Prozess beispielsweise Fässer aus dem in Brasilien vorkommenden Tropenholz “Ipê“ sowie alte Scotch- und Tenessee-Whiskey-Fässer aus Eichenholz.

Was ist der Unterschied zwischen Rum, Rhum Agricole und Cachaça?

Rum wird aus Zuckerrohr gemacht. Cachaça ebenso. Diese Gemeinsamkeit macht die beiden Spirituosen zwar zu Verwandten, aber noch nicht zu ein und demselben Stoff. Ein maßgeblicher Unterschied zwischen Rum und Cachaça ist der Ausgangsprodukt: Rum wird überwiegend aus Melasse hergestellt. Melasse ist ein Nebenprodukt in Form einer dunklen, klebrigen Masse, das bei der Herstellung von Kristallzucker entsteht. Rhum Agricole werden die Exemplare genannt, die aus frischem Zuckerrohrsaft hergestellt werden und zudem aus den französischen Übersee-Départments oder von der Karibikinsel Martinique (geschützte Herkunftsbezeichnung: Rhum Agricole Martinique), Guadeloupe oder La Réunion stammen. Diese sind Cachaça noch ähnlicher als Melasse-Rum, denn auch Cachaça basiert auf Zuckerrohrsaft. Bei der Cachaça-Herstellung darf bis zu 30g Zucker pro Liter hinzugegeben werden, wobei man die Beigabe erst ab 6g deklarieren muss. Bei Rum ist die Zuckerzugabe in den meisten Produktionsorten verboten ist (was allerdings auch nicht immer überprüfbar ist und meist auch nicht vor einer nachträglichen Zugabe von Zucker in einem anderen Land schützt).

Die Geschichte von Perola beginnt mit Magnífica Cachaça

Während eines Aufenthalts in Brasilien trinkt Perola-Gründer Arno Schmid-Egger seine erste Caipirinha mit original brasilianischem Cachaça Artesanal – und ist Feuer und Flamme: diesen Genuss möchte er auch nach Deutschland bringen. So beginnt die Suche nach dem perfekten Cachaça, Arno probiert sich durch die verschiedensten Qualitäten, lernt die Vielfalt des brasilianischen Zuckerrohrbrands kennen. Und die hat es in sich, denn in Brasilien gibt es gefühlt so viele Destillerien, die das Nationalgetränk Brasiliens herstellen, wie Sand am Meer. Über 30.000 Brennereien produzieren dort Cachaça. Im Jahr 2010 wird Arno in Rio de Janeiro fündig: der Magnífica Tradicional Cachaça aus dem Hause Magnífica soll die erste Perle im Portfolio von Perola sein (der Firmenname stammt übrigens vom brasilianischen Wort für Perle). Das Unternehmen spezialisiert sich auf das Entdecken von einzigartigen Premium-Spirituosen und bringt diese nach Deutschland. Mittlerweile importiert Perola auch Gin, Rum, Pisco, Mezcal, Cognac, Whiskey, Tequila und drei weitere Marken von herausragendem Cachaça neben Magnífica: Espirito de Minas, Salinissima und Santo Grau. Der Cachaça der drei letzteren Marken stammt dabei ausnahmslos aus dem Gebiet Minas Gerais, das für seine ausgezeichneten handwerklich hergestellten Cachaças (Cachaça Artesanal) einen herausragenden Ruf genießt.

Zuckerrohrbrand aus der Cachaça-Hochburg Minas Gerais: mehr als nur die Basis für die Caipirinha

Der Bundesstaat Minas Gerais ist etwa so groß wie Frankreich, liegt im Südosten von Brasilien und grenzt dort direkt an São Paulo, Bahia, Goias, Mato Grosso do Sul, Espirito Santo und Rio de Janeiro. Der Name bedeutet dabei so viel wie „allgemeine Minen“, und das beschreibt den Staat sehr gut: zahlreiche Abbaugebiete von Erzen und Minen finden sich in diesem Gebiet. Im 17. Jahrhundert wurde dort außerdem Gold und Silber gefunden. Jedoch war und ist Minas Gerais nicht nur in dieser Hinsicht eine Goldgrube, denn auch die Cachaças aus dieser Region werden von Fans regelrecht gefeiert. Von Kennern wird gerade diese Art von Cachaça mittlerweile auch hier in Deutschland gerne pur getrunken. Ebenfalls bietet die Marke Magnífica (auch wenn deren Qualitäten nicht aus Minas Gerais kommen) Cachaça, der besonders gut pur zu trinken ist. Gerade die bis zu 14 Jahre gereiften Varianten bieten Cachaça-Freunden die Möglichkeit, den brasilianischen Zuckerrohrbrand von einer anderen Seite kennenzulernen. Abseits des allseits bekannten Cocktails.

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