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Curaçao, Triple Sec, Orangen-Likör: Was ist was und welcher ist der beste?

Kaum eine Cocktail-Zutat ist durch alle Stile so weit verbreitet wie der Orangenlikör. Kein Sidecar kommt ohne Cointreau aus, kein Mai Tai ohne Triple Sec und ein Brandy Crusta ohne Orange Curaçao ist eigentlich nur ein versautes Glas Brandy. Und wo wären bitte die knalligen 80er und 90er ohne den heute unaussprechlichen Blue Curaçao mit seiner Plastik-Farbe und nicht selten auch seinem Plastik-Geschmack?

Aber während wir über den richtigen Rum, Rhum oder Arrack, Scotch, Bourbon oder Rye und London Dry, New Western Dry und Old Tom Gin für einen Drink tagelang nachgrübeln und immer wieder probieren, geht der Griff ins Spirituosen-Regal bei Triple-Sec-Fragen für viele immer an dieselbe Stelle. Meist steht dann da eine rechteckige, orange-braune Flasche mit der Aufschrift Cointreau. Jetzt ist der zwar zugegeben ziemlich gut, aber das ist Pizza auch – und trotzdem essen wir sie nicht jeden Tag. Zeit, das große, weite Feld der Orangen-Liköre besser kennenzulernen.

Curaçao oder Triple Sec: Wo liegt der Unterschied?

Das hängt davon ab, wen man fragt: Beide Begriffe sind nicht EU-rechtlich geschützt, prinzipiell darf sich jedes Produkt so nennen – es müsste nicht einmal ein Orangen-Likör sein. Zwar besagt eine Faustregel: „Ab 30 Prozent Volumenalkohol ist es ein Triple Sec.“ – aber so ganz hält sich daran auch niemand. Ursprünglich wurde der Begriff wohl rein als Werbe-Superlativ erfunden: „sec“ ist französisch für „trocken“ und der Triple Sec dann eben dreifach trocken – ohne dass das anhand des Zuckergehalts irgendwie belegbar wäre.

Entsprechend sind viele Hersteller auch sehr frei in der Interpretation, was die Inhalte ihres Produktes angeht. Weil der Mangel an Richtlinien zu vielen, sehr günstig hergestellten und oft künstlichen Produkten führt, hat beispielsweise Cointreau den Zusatz „Triple Sec“ aus seinem Namen entfernt, um sich abzugrenzen.

Woher stammen die Orangen-Liköre?

Ursprünglich stammt die Spirituosen-Kategorie tatsächlich von der Insel Curaçao: Als die spanischen Siedler hier im 16. Jahrhundert ihre Orangen aus der Heimat anpflanzten, mussten sie feststellen, dass Boden und Witterung die Früchte ungenießbar und bitter machten. Man ließ sie verwildern, bis sich daraus eine Pommeranzen-Art namens Laraha entwickelt. Weil die getrockneten Zesten dieser ungenießbaren Orangen gar so verführerisch dufteten, begann man irgendwann im 19. Jahrhundert, Spirituosen damit zu aromatisieren.

Schon bald darauf entstanden die bis heute bekanntesten Marken Cointreau (1875) und Grand Manier (1880). Beide wurden und werden wohlgemerkt in Frankreich produziert. Auf der Insel Curaçao selbst lief die Produktion erst zum Ende des 19. Jahrhunderts an und wird heute von der Marke Curaçao of Curaçao des Produzenten Senior & Co vertreten – dem ersten und inzwischen auch letzten Curaçao-Hersteller auf der Insel selbst.

Was ist Blue Curaçao? (-> hier kaufen! <-)

In einer Zeit, als Cocktails eher was für Party-orientierte Wirkungstrinker als Genießer waren, suchten Bartender nach Möglichkeiten, richtig knallige Cocktails zu servieren. Mit Säften ließen sich gelbe, rote und sogar grüne Drinks problemlos herstellen, blaue Zutaten waren aber nicht zu bekommen. Nur der Blue Curaçao, der jetzt seine Blütezeit erlebte.

Allerdings gibt es ihn schon deutlich länger. In der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts färbte der Spirituosen-Hersteller Bols seinen Triple Sec blau, um ihn alchemistisch und mysteriös wirken zu lassen. Weil es Bartendern und Nutzern beim Einsatz des Likörs fast immer nur um die Farbe ging, achteten nur die wenigsten Hersteller auf ein gut ausbalanciertes Aroma und hochwertige Zutaten – stattdessen musste der Preis stimmen. Das hat sich bis heute nicht wesentlich verändert, weswegen Blue Curaçao in der gehobenen Bar inzwischen auch zu den No-Go-Zutaten zählt.

Und welcher ist der beste Triple Sec?

Gegenfrage: Welches ist des beste Bier und wo gibt es den besten Martini? Beim Orangen-Likör gehen Meinungen und Geschmäcker so weit auseinander wie bei jeder anderen Spirituosen-Kategorie auch und natürlich hängt die richtige Wahl auch davon ab, wie ihr ihn trinken wollt. Statt euch also jetzt mit unseren persönlichen Vorlieben zu langweilen, stellen wir euch einfach einige der am weitesten verbreiteten Vertreter nebst einigen kurzen Mix-Infos vor.

Eine Flasche Cointreau Triple Sec. Cointreau: der Ur-Vater der Kategorie (-> hier kaufen <-)

Cointreau ist einer der ältesten Triple Secs und gleichzeitig einer der erfolgreichsten. Eine Flasche davon findet sich in praktisch jeder Bar und in vielen klassischen Cocktail-Rezepten steht Cointreau stellvertretend für Bitterorangen-Likör an sich. Nicht von ungefähr: die Ausgewogenheit von Süße und Bitterkeit in Kombination mit dem kraftvollem Aroma funktioniert einfach. Durch seinen Zweitjob als Backzutat ist er auch außerhalb der Connoisseurs-Welt bekannt.

Seit seiner Entstehung vor 150 Jahren hat er sich zwar kaum verändert, in den letzten Jahren erweitert die Marke jedoch das bestehende Portfolio. Dem Cointreau Noir wird Cognac beigemengt (ähnlich wie beim Grand Manier Cordon Rouge), der Cointreau Blood Orange bekommt in seiner Bitter-Orangen-Mischung korsische Blutorangenzesten spendiert.

Grand Marnier

Grand Manier ist wahrscheinlich ebenso bekannt wie der große Konkurrent Cointreau, kommt in der Bar-Welt aber nicht ganz so häufig zum Einsatz wie der Cointreau. Der Grund ist wohl, dass hier schon die Standard-Qualität, der Cordon Rouge mit Cognac versetzt wird – auf dessen Grundlage entwickelte Alexandre Marnier-Lapostolle im 19. Jahrhundert das Rezept. In Drinks ist der Grand Manier deshalb laut Meinung vieler Bartender etwas schwerer auszubalancieren.

Zwar gibt es von Grand Manier auch einen klassischen Triple Sec, den Cordon Jaune, auch als „der gelbe Grand Manier“ bekannt, in Deutschland ist der jedoch nicht immer ganz so einfach zu bekommen. Generell ist Grand Manier aber ohnehin eher auf Pur-Genießer ausgerichtet, die schon in seiner Standard-Qualität diese Marke bevorzugen. Deswegen bringt die Marke auch regelmäßig sehr edle und etwas teurere Editionen auf den Markt, wie den Grand Marnier Cuvée du Centenaire, der mit um die 55 Euro zu Buche schlägt. Aber man findet auch Varianten jenseits der 500.

Eine Flasche Pierre Ferrand Dry Curacao.Pierre Ferrand Dry Curaçao (-> hier kaufen <-)

Cognac und Triple Sec ist eine tolle Kombination, das zeigte Grand Manier und das weiß jeder, der schon mal einen Sidecar-Cocktail getrunken hat. Was liegt da als Cognac-Koryphäe näher, als einen Orangen-Likör herzustellen? Für den Dry Curaçao holte sich Ferrand-Chef Alexandre Gabriel den Cocktail-Historiker David Wondrich an Bord, um einen möglichst klassischen Likör zu erschaffen, der vor allem Cocktails des 19. Jahrhunderts ihren alten Glanz verleiht. Das Design der Flasche soll das noch unterstützten.

Er besteht aus je einem Kräuter-, Bitter- und Curaçao-Orangendestillat sowie Brandy und natürlich dem Cognac von Pierre Ferrand, ist sehr trocken und hat geschmacklich etwas nussiges und marzipaniges. Er eignet sich damit vor allem für klassische Shortdrinks und Punches, harmoniert aber auch gut mit diversen Rum-Sorten. Kein Wunder – schließlich gehört zum Unternehmenskomplex auch die Marke Plantation Rum.

Eine Flasche Freimeisterkollektic Curacao.

Freimeisterkollektiv Curaçao (-> hier kaufen <-)

Das Freimeisterkollektiv ist ein noch recht junger Zusammenschluss engagierter deutscher Brenner, die unter gemeinsamer Flagge besondere und einzigartige Spirituosen herstellen und vertreiben. Ein Curaçao gehört da eigentlich gerade wegen seiner Beliebtheit nicht dazu. Außer jemand geht wie Florian Faude her, vermählt diverse unterschiedliche Bitter-Orangen-Destillate miteinander und fügt nur 20 Gramm französischen Demerara-Zucker hinzu.

Das Ergebnis ist eine sehr trockene Curaçao-Variante, die deutlich weniger Süße mitbringt als jeder andere Triple Sec und ein trotzdem kräftiges und rundes Orangen-Aroma. Bei dieser Zuckermenge ist der Freimeisterkollektiv Curaçao offiziell und auch im Geschmack gar kein Likör mehr. Damit ist er selbst bei Likör-Verweigerern ein Kandidat für den Pur-Genuss, sorgt aber auch für ganz besonders kräftige Margaritas und Sidecars.

Eine Flasche Clement Creole Shrubb Liqueur. Clément Créole Shrubb Liqueur d'Orange Traditionnel (-> hier kaufen <-)

Das französische Unternehmen Clément von der Insel Martinique kennt man hauptsächlich durch hochwertigen Rhum Agricole. Allerdings ist auch der Créole Shrubb Liqueur zu einiger Bekannt- und Beliebtheit gekommen. Anders als die meisten anderen Orangen-Liköre setzt er nicht auf Neutral-Alkohol oder Cognac als Basis, sondern auf Rhum Agricole aus frischem Zuckerrohrsaft.

In Kombination mit diversen Gewürzen und natürlich Bitterorangen-Zesten erreicht der Likör ein sehr intensives Orangen-Aroma, im Geschmack ist er trockener und pfeffriger als die normalen Triple Secs – seine Rhum-Herkunft schmeckt man ihm an, was ihn für Hobby-Mixologen und Bartender gleichermaßen spannend macht.

Eine Flasche Mandarine Napoleon. Mandarine Napoléon (-> hier kaufen <-

Als einzige Spirituose auf dieser Liste setzt der Mandarine Napoléon nicht auf Bitterorangen oder gar Curaçao-Früchte sondern sizilianische Mandarinen, daher auch sein Name. Die Schalen der Mandarinen werden mit Kräutern und Gewürzen destilliert, mindestens zwei Jahre im Eichenfass gereift und – man ahnt es bereits – mit Cognac verfeinert.

Sein intensives Mandarinen-Aroma lässt sich vor allem in Shortdrinks noch ganz klar von „normalem“ Triple Sec unterscheiden und ist damit eine großartige Möglichkeit, klassischen Curaçao-Cocktails einen neuen Kick zu verleihen. Fans genießen ihn aber oft auch pur und auf Eis. 

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